Zinn-organische Stabilisatoren

Zinnverbindungen werden vorrangig in der Stabilisierung von PVC verwendet. Im Gegensatz zu Nordamerika, wo Zinnsysteme für nahezu alle Weich-PVC-Anwendungen eingesetzt werden, liegt der Schwerpunkt in Europa auf harten, transparenten Anwendungen, bei denen anspruchsvolle Verarbeitungsbedingungen eine hervorragende Stabilisierung erfordern.

Neben hoher Transparenz bieten Zinn-Stabilisatoren auch hervorragende Anfangsfarbe (kein Gelbstich) sowie eine sehr gute Farbbeständigkeit (Verzögerung der Verfärbung). Aufgrund ihrer schnellen und vollständigen Stabilisierung werden Zinn-Stabilisatoren auch für opake Anwendungen eingesetzt, insbesondere dann, wenn helle Farben erforderlich sind. Ein weiteres Segment sind Anwendungen mit hohen Prozessanforderungen (Extrusion dicker Platten, Folien für Möbel). Darüber hinaus bieten Zinn-Stabilisatoren sehr gute Eigenschaften für Produktionsprozesse mit hohem Durchsatz und verhindern Plate-out-Effekte.

Außerdem sind Zinn-Stabilisatoren für Anwendungen mit Kontakt zu Lebensmitteln und Trinkwasser zugelassen. Einige Zinn-Stabilisatoren sind auch für harte Anwendungen im Medizinbereich freigegeben. Einige Beispiele für Anwendungen, in denen Zinn-Stabilisatoren weit verbreitet sind: Kalandrierte Folien für Pharma- und Lebensmittelverpackungen, Folien für Kreditkarten, Platten und Verkleidungen, extrudierte Rohre und Profile, extrudierte Blasfolien, in Spritzguss hergestellte Fittinge und andere technische Artikel.

  • MC Pulver

    • Geringe Partikelgröße, hohe aktive Oberfläche
    • Gute Dispergierbarkeit in Endanwendungen
    • Hohe Kompatibilität mit Pulvermischungen
    • Mittlere Schüttdichte
  •  Flüssigprodukte

    • Genaue Dosierbarkeit
    • Einfache Lagerung in Tanks
    • Gute Homogenisierbarkeit mit Polymeren und anderen Mischungsbestandteilen
    • Schnelle und sichere Förderung durch Pumpen
  • Calcium-basierte Stabilisator­systeme

  • Zinn-organische Stabilisatoren

  • Flüssige Mixed Metal-Stabilisatoren